Die „Tote-Spender-Regel“ (Dead Donor Rule), die seit rund 40 Jahren in der Transplantationsmedizin akzeptiert ist, formuliert zwei ethische Normen, die die Praxis der Organentnahme betreffen: Lebenswichtige Organe dürfen nur von toten Patienten entnommen werden; lebende Patienten dürfen nicht für oder durch eine Organentnahme getötet werden. Derzeit gibt es Bestrebungen, das Konzept des Hirntodes oder des Herztodes auszuhöhlen und die Entnahme lebenswichtiger Organe zur Organspende bereits bei Lebenden zu legitimieren. Linus S. Geisler warnt vor einem fundamentalen Tabubruch.

Autor: Geisler, Linus S.
Erscheinungsjahr: 2010
Umfang: 5 Seiten
Medientyp: Fachbeitrag
In: Katzschmann, Dirk (Hg.): UNIVERSITAS-Orientierung in der Wissenswelt 01/2010. Schwerpunkt Perspektiven der Medizin. Jg. 65/763
Ort: Heidelberg
Verlag: Heidelberger Lese-Zeiten Verlag
Datenbank-ID: 2010-GEI-0079